Alles zum Schlagwort ‘Mut’
10. Dezember 2009

Rückschau zum Vortrag „Okzident trifft Orient – Die universale Dimension der Ethik am Beispiel zweier wegweisender Frauen“

Die Veranstaltung wurde mit einer kurzen Einführung der Vorstandsvorsitzenden von Ethica Rationalis, Prof. Dr. Angela Poech, eröffnet. Sie definierte zunächst den Begriff ‚universale Ethik’ und zeigte dann drei Dimensionen auf, die für die beiden Frauenpersönlichkeiten relevant sind: In zeitlicher, religiöser und kultureller Hinsicht gibt es Parallelen, wie diese beiden Vorstreiterinnen sich dafür einsetzten, ihr Umfeld zum Besseren zu gestalten. Um die Widerstände zu überwinden, mit denen sie als Frauen in einer von Männern dominierten Gesellschaft konfrontiert waren, setzten sie universale Tugenden ein, wie den Glauben an sich selbst und die eigene Botschaft sowie innere Unabhängigkeit und unbeirrtes Festhalten an den eigenen Zielen und Idealen. Aber auch Mitgefühl und Verantwortungsbewusstsein gehören dazu, um die eigenen Begabungen zu entwickeln und anderen zugute kommen zu lassen.
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16. Oktober 2009

Mark Twain: „Persönliche Erinnerungen an Jeanne d’Arc“

Samuel Langhorne Clemens, besser bekannt als Mark Twain, schrieb über 10 Jahre an diesen „Personal Recollections of Joan of Arc“, und er selbst bezeichnete es anschließend als sein wichtigstes Werk. Warum? Im nachfolgenden wird versucht eine Antwort auf diese Frage zu geben.

Sein Werk wurde ursprünglich ab 1895 im Harper’s Magazine im Rahmen einer Reihe und in 1896 erstmals in Buchform veröffentlicht.

Gelungen ist Mark Twain eine sprachgewaltige, einzige große Liebeserklärung an Jeanne d’Arc, die damit von einer sehr persönlichen Auseinandersetzung mit Jeannes Geschichte, gleichzeitig aber auch von einem gründlichen Studium der Quellen zeugt.

Um die Darstellung möglichst objektiv erscheinen zu lassen, hat Mark Twain zwei fiktive Personen zwischen sich und den Leser geschaltet: den Pagen und Sekretär Jeanne d‘ Arcs, Louis de Conte, und den Übersetzer Jean Francois Aiden, der in eigenen Fußnoten zu den ’Erinnerungen’ Contes weitere Informationen hinzufügt. Die biographischen Fakten und der Ablauf der Ereignisse sind dennoch, von Nebensächlichkeiten abgesehen, authentisch; Authentisch deshalb, weil man sich vor Augen führen muss, dass der Lebenslauf von Jeanne d’Arc in einer Beziehung einmalig ist: „Es ist die Geschichte eines Menschenlebens, die unter Eid zu uns kommt, die einzige, die uns unmittelbar aus dem Zeugenstand überliefert wird.“* Die amtlichen Protokolle des Verurteilungsprozesses von 1431 sowie des ein Vierteljahrhundert späteren Rehabilitationsverfahrens sind noch im Nationalarchiv von Frankreich erhalten, und sie vermitteln uns mit erstaunlicher Breite die Umstände ihres Lebens. Kein anderer Lebenslauf jener fernen Zeit ist so sicher und so ausführlich bekannt wie der ihre.
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