2. April 2011

Altruismus (Teil 1)

Was bedeutet das für uns: „Den Nächsten lieben wie sich selbst“?

Es gibt ein Gebot, das in den drei Religionen, die von Abraham abstammen, eine zentrale Rolle spielt: Das Gebot der Nächstenliebe. So heißt es etwa im zweiten Kapitel des Philipper Briefs: „Jeder achte nicht nur auf das eigene Wohl, sondern auch auf das der anderen.“ Damit ist die Aufforderung verknüpft, nicht nur an die eigenen Bedürfnisse zu denken, sondern über den Tellerrand hinaus zu blicken, das Wohl der Mitmenschen im Auge und für deren Nöte und Sorgen ein offenes Ohr zu haben. Auch finden wir bei Mohammed, dem Propheten des Islam, den Satz: „Niemand von Euch hat den Glauben erlangt, solange er nicht für seine Brüder liebt, was er für sich selbst liebt.“1 In beiden Aussprüchen erkennen wir die Goldene Regel, die jenseits von Konfessionen allgemeine Gültigkeit besitzt: Dass wir für andere wünschen, was wir für uns selbst wünschen, und von anderen fernhalten, was wir selbst nicht für uns möchten. Bemerkenswert ist auch, dass es aus theologischer Sicht eine enge Verknüpfung zwischen Gottes- und Nächstenliebe gibt: „Was Ihr dem geringsten meiner Brüder getan habt, das habt Ihr mir getan.“2 Für den Gläubigen bedeutet dies, dass er dem Schöpfer nicht nur auf direktem Wege nahekommen kann, sondern auch durch andere Menschen: „Verborgen im Herz eines jeden Menschen sitzt ein göttlicher Partikel: die Herzen anderer anzuziehen, bedeutet also, die göttliche Gnade anzuziehen.“3


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14. März 2011

Humanität und ethisches Handeln in der Medizin – Konsequenzen für die Lehre

Rückschau zur Podiumsdiskussion am 25. Februar 2011

Nach der Begrüßung durch Frau Professor Dr. Angela Poech, Vorsitzende von Ethica Rationalis e.V., sprach Dr. med. Kambiz Rahbar, ebenfalls Vorstandsmitglied des Vereins, über die Wichtigkeit von ethischem Verhalten in der Gesellschaft bzw. im ärztlichen Beruf. In seiner Einführung in das Thema des Abends legte Kambiz Rahbar den Fokus auf die ethischen Dilemmata, mit denen die Menschen täglich konfrontiert sind, ob es ihnen bewusst ist oder nicht. Die Entscheidungen, die wir treffen, hätten nicht nur für uns selbst Konsequenzen, sie könnten das Leben anderer ebenso beeinflussen – wie viel mehr, so der Referent, trifft das doch auf den Arztberuf zu! In jeder Entscheidung müsse der Behandelnde die ethischen Aspekte mitbedenken, sich an die Stelle des anderen versetzen und überlegen, ob er selbst so behandelt werden möchte. Letztendlich führe dies zur Frage, was können Lehrende jungen Menschen mitgeben, um sie besser für das zu rüsten, was sie in ihrem beruflichen und medizinischen Alltag an schwierigen und herausfordernden Situationen erwartet?


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26. Februar 2011

Die Goldene Regel

Eine „goldene“ Regel? Wenn etwas mit „golden“ assoziiert wird, dann doch deshalb, weil es für uns einen hohen Wert besitzt. Was also ist der Wert dieser Regel? Was bedeutet sie im Kontext ethischen Handelns? Der folgende Beitrag will kurz den Ursprüngen des Begriffs nachgehen, einen Hinweis auf dessen wahre Bedeutung geben und schließlich die konkreten Auswirkungen sowie die unschätzbare Nützlichkeit dieses Grundsatzes der praktischen Ethik erläutern:

Behandle andere so, wie du von ihnen behandelt werden möchtest.


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31. Januar 2011

Wie lässt sich eine lebenswerte Zukunft gestalten?

Über den Einklang von ethischen Prinzipien und nachhaltigem Handeln

Am 19. Januar 2011 trafen sich im Internationalen Begegnungszentrum der Wissenschaft München Studierende aus verschiedenen Disziplinen zum Kamingespräch mit Frau Dr. Angela Poech, Professorin für Entrepreneurship an der Hochschule München. In der gemütlichen und persönlichen Atmosphäre des IBZ-Clubraums wurden Fragen zur Einheit von ethischen Prinzipien und nachhaltigem Handeln, insbesondere im wirtschaftlichen Kontext, erörtert und im kleinen Kreis gemeinsam diskutiert.


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20. Januar 2011

Über die Macht der Emotionen

Über die Macht der Emotionen von Francois Lelord und Christophe André

Was macht einen Menschen aus? Worüber definieren wir uns? Über unsere Gefühle! Aber Emotionen wie Liebe, Zorn oder Angst scheinen all unser Wissen, unsere sozialen Erfahrungen bisweilen Lügen zu strafen: Sie stürzen uns in Verzweiflung oder versetzen uns in Ekstase, begleiten oder verstärken unsere Erfolge und Niederlagen. Manchmal fühlt man sich seinen Emotionen fast schon schutzlos ausgeliefert, da sie unsere Wahrnehmung und unser Urteilsvermögen überschatten. Gleichzeitig können wir unsere Gefühle oft nicht eindeutig zuordnen, geschweige denn einschätzen, ob die Emotion, die wir in dem Moment empfinden, der Situation angemessen ist, oder nicht. Wir neigen dazu, etwas, nur weil wir es gerade so empfinden, als gegeben hinzunehmen – ohne uns zu hinterfragen oder vertieft zu analysieren.


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21. Dezember 2010

Ganz Mensch werden: Gedanken zu Advent und Weihnachten

Ganz Mensch werden: Gedanken zu Advent und Weihnachten von Margot Käßmann

In diesem kleinen Büchlein schreibt Ex-Bischöfin und ehemalige Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Margot Käßmann, über das Geheimnis der Advents- und Weihnachtszeit. Die Autorin geht auf Emotionen und Gedanken ein, die viele Menschen in dieser Jahreszeit erleben, wie Perfektionsdruck, Erwartungen, Erinnerungen an glückliche oder auch weniger glückliche vergangene Weihnachten. Es ist auch eine Zeit, die viele von uns nutzen,  um Bilanz über den bisherigen Verlauf ihres Lebens zu ziehen und so kommt so manch einer leicht ins Grübeln…


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