6. Juli 2010

Rückschau zum Workshop „Erfolgsfaktor Unternehmenskultur“ (28. Juni – 1. Juli 2010)

Welche Rolle spielen Werte, Überzeugungen, Einstellungen und Verhaltensregeln im Rahmen von wirtschaftlichen Organisationen? Inwiefern tragen diese psychologischen Elemente zur Bildung einer Unternehmenskultur bei und wie lässt sich eine solche Kultur beeinflussen und gestalten? Dies waren zusammengefasst die Leitfragen, die dem Workshop voran gestellt wurden.

Von 28. Juni bis 1. Juli dauerte die Veranstaltung, die in der Steelcase Creative Hall des Strascheg Center for Entrepreneurship unter der Leitung von Prof. Dr. Angela Poech, Professorin an der Hochschule München, stattfand. 24 Teilnehmer – alle Studierende des Bachelor-Studiengangs BWL – waren daran interessiert, sich vertieft mit dem Phänomen Unternehmenskultur zu beschäftigen. Anhand von Fallstudien, Filmdokumentationen, journalistischen und wissenschaftlichen Texten wurden die Inhalte von den Teilnehmern über einen Zeitraum von vier Tagen einzeln oder in Gruppen erarbeitet. Denn, so die Referentin, alle Einheiten, in denen Menschen zusammenwirken, ob Nationen, Organisationen oder Gruppen, seien – bewusst oder unbewusst – von kulturellen Elementen geprägt.


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7. Juni 2010

Shifting Perspectives – Changing Your Outlook for Positive Results

Shifting Perspectives – Changing Your Outlook for Positive Results von Olivier de Brivezac und Emmanuel Comte

Vermutlich haben die meisten von uns schon einmal die Erfahrung gemacht, nur noch die negative Seite der Dinge zu sehen: Man beklagt sich, macht „die Anderen“ für sein Unglück verantwortlich, ist mit nichts zufrieden. Steigert sich dieser Zustand noch, wird jedes Vorkommnis als Bestätigung für die schlechte Absicht des Gegenübers, jedes Erlebnis als Ungerechtigkeit gesehen. Manchmal geht man sogar soweit anzunehmen, „dass sich das Schicksal gegen uns verschworen hat“. Diese Art das Leben zu sehen, macht uns pessimistisch, demotiviert, frustriert – es führt uns zu der Annahme, ungerecht behandelt zu werden oder schürt Neid in uns auf all jene, „denen es besser geht“. Es ist leicht nachzuvollziehen, dass diese Art, die Dinge zu sehen, zu einem hohen Leidensdruck führt. Die betroffene Person lebt in ihrer Wahrnehmung auf der Schattenseite des Lebens und fühlt sich von übelwollenden Zeitgenossen verfolgt.
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16. Mai 2010

Die drei „V“ – Vorbild, Verantwortung und Vertrauen als Säulen einer ethischen Menschenführung

Im Jahr 2001 stand das US-Energieunternehmen ENRON vor dem Aus: Bilanzfälschungen, fingierte geschäftliche Transaktionen und betrügerische Manipulationen des Aktienkurses kamen ans Licht. 20.000 Leute verloren ihre Arbeit, Topmanager und Mitarbeiter wurden angeklagt, und der Kopf des Unternehmens, Jeffrey Skilling, erhielt 24 Jahre Haft. Dieses Ereignis hatte zur Folge, dass sich die Gesetze in USA verschärften. Es galt zu verhindern, dass jemals wieder ein Unternehmen Bilanzbetrug in diesem Ausmaß begehen kann. Im Dokumentarfilm „Enron – The Smartest Guys in the Room“ („Die schlauesten Köpfe im Raum“) wird auf eindrucksvolle Weise gezeigt, wie ein ganzes Unternehmen eine „Kultur der Unehrlichkeit“ herausbildete, in das nicht nur die obersten Führungskräfte, sondern auch viele Mitarbeiter unterer Ebenen verwickelt waren. Die Frage ist nun: Wie kann so etwas verhindert werden? Was muss die Führung eines Unternehmens tun, damit sich eine „Kultur der Ehrlichkeit“ herausbilden kann? Wie können Mitarbeiter zu ethischem Handeln motiviert werden?


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21. April 2010

Rückschau zum Vortrag „Ethisches Handeln als Grundlage nachhaltigen Wirtschaftens“ am 15. April 2010

Der Vortrag, der im Rahmen der Ringvorlesung „Zukunft gestalten – Ansätze nachhaltiger Entwicklung“ am Campus Pasing der Hochschule München stattfand, stieß sowohl bei Studierenden der Sozial- und Wirtschaftswissenschaften, als auch bei Professoren und Dozenten aus den drei Campus-Fakultäten sowie externen Gästen auf reges Interesse.

Zu Beginn definierte Angela Poech, Professorin für Entrepreneurship an der Hochschule München, den Begriff der Nachhaltigkeit in seinen wesentlichen zwei Dimensionen: So stellt sich Nachhaltigkeit zum einen als eine Form des Wirtschaftens dar, die die Bedürfnisse der Gegenwart befriedigt, ohne zu riskieren, dass künftige Generationen ihre eigenen Bedürfnisse nicht befriedigen können. Zum anderen kann nachhaltiges Handeln als ein umfassendes gesellschaftliches Konzept des Wandels gesehen werden, das das Ziel hat, die Lebensqualität der Menschen allgemein zu verbessern.
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28. Februar 2010

Hermann Hesse: „Franz von Assisi“

Franz von Assisi ist eine Biographie, die Hermann Hesse über diesen berühmten Heiligen verfasst hat und die 1904 erschienen ist. Das Buch wird durch die wunderschönen Fresken von Giotto in der Kirche zu Assisi, den berühmten Sonnengesang, und die Original-Handschriften des Franz von Assisi geschmückt.

Das Werk erzählt von einem unbekannten jungen Menschen aus Umbrien, der eines Tages dem Ruf seines Gewissens folgt und in tiefer Demut beschließt, ohne weltliche Güter ein unbekümmerter Jünger des Heilands zu werden. So wird das Leben von Giovanni Bernardone geschildert, genannt St. Franziskus von Assisi, der Anfang des 13. Jahrhunderts lebte. Er wurde im Jahre 1182 als Sohn des wohlhabenden Kaufmanns Pietro Bernardone geboren. Franz warf sich mit Leidenschaft auf ein prächtig festliches Leben und schonte seines Vaters Geldbörse nicht. Bereits in diesem spielerischen, noch jugendlichen Treiben zeichnete sich bereits seine besondere Persönlichkeit ab, die sich im Leben ein Ziel setzt und diesem Ziel mit völliger Hingabe und Willensstärke folgen möchte. Hesse ist bemüht das Leben und die Wandlung von Giovanni Bernardones Leben zum Heiligen Franziskus von Assisi jenseits jedweder christlichen Dogmatik aufzuzeigen.
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10. Dezember 2009

Rückschau zum Vortrag „Okzident trifft Orient – Die universale Dimension der Ethik am Beispiel zweier wegweisender Frauen“

Die Veranstaltung wurde mit einer kurzen Einführung der Vorstandsvorsitzenden von Ethica Rationalis, Prof. Dr. Angela Poech, eröffnet. Sie definierte zunächst den Begriff ‚universale Ethik’ und zeigte dann drei Dimensionen auf, die für die beiden Frauenpersönlichkeiten relevant sind: In zeitlicher, religiöser und kultureller Hinsicht gibt es Parallelen, wie diese beiden Vorstreiterinnen sich dafür einsetzten, ihr Umfeld zum Besseren zu gestalten. Um die Widerstände zu überwinden, mit denen sie als Frauen in einer von Männern dominierten Gesellschaft konfrontiert waren, setzten sie universale Tugenden ein, wie den Glauben an sich selbst und die eigene Botschaft sowie innere Unabhängigkeit und unbeirrtes Festhalten an den eigenen Zielen und Idealen. Aber auch Mitgefühl und Verantwortungsbewusstsein gehören dazu, um die eigenen Begabungen zu entwickeln und anderen zugute kommen zu lassen.
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