19. Juli 2010

Lebe, was du bist: klug – gerecht – tapfer – maßvoll

Lebe, was du bist: klug – gerecht – tapfer – maßvoll. Ein Brevier der Tugenden von Abt Johannes Eckert

Ausgehend vom Wertegefüge der westlichen Gesellschaft fragt das Buch nach der Bedeutung von ‚Tugend’ in der heutigen Zeit. Gleich zu Beginn erläutert der Autor, Abt Johannes Eckert, den etwas aus der Mode gekommenen Begriff – der sich auf die vier Kardinaltugenden der Antike bezieht –, indem er ihn in den Kontext der Herausforderungen unserer Zeit stellt. So wird aus der Tugend der ‚Klugheit’ Urteilsvermögen und Entscheidungskompetenz, aus ‚Gerechtigkeit’ wird Fairness und Berechenbarkeit, ‚Tapferkeit’ wird zu Courage, Mut und Unternehmertum, und das ‚rechte Maß’ wird zu Balance.


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7. Juni 2010

Shifting Perspectives – Changing Your Outlook for Positive Results

Shifting Perspectives – Changing Your Outlook for Positive Results von Olivier de Brivezac und Emmanuel Comte

Vermutlich haben die meisten von uns schon einmal die Erfahrung gemacht, nur noch die negative Seite der Dinge zu sehen: Man beklagt sich, macht „die Anderen“ für sein Unglück verantwortlich, ist mit nichts zufrieden. Steigert sich dieser Zustand noch, wird jedes Vorkommnis als Bestätigung für die schlechte Absicht des Gegenübers, jedes Erlebnis als Ungerechtigkeit gesehen. Manchmal geht man sogar soweit anzunehmen, „dass sich das Schicksal gegen uns verschworen hat“. Diese Art das Leben zu sehen, macht uns pessimistisch, demotiviert, frustriert – es führt uns zu der Annahme, ungerecht behandelt zu werden oder schürt Neid in uns auf all jene, „denen es besser geht“. Es ist leicht nachzuvollziehen, dass diese Art, die Dinge zu sehen, zu einem hohen Leidensdruck führt. Die betroffene Person lebt in ihrer Wahrnehmung auf der Schattenseite des Lebens und fühlt sich von übelwollenden Zeitgenossen verfolgt.
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16. Mai 2010

Die drei „V“ – Vorbild, Verantwortung und Vertrauen als Säulen einer ethischen Menschenführung

Im Jahr 2001 stand das US-Energieunternehmen ENRON vor dem Aus: Bilanzfälschungen, fingierte geschäftliche Transaktionen und betrügerische Manipulationen des Aktienkurses kamen ans Licht. 20.000 Leute verloren ihre Arbeit, Topmanager und Mitarbeiter wurden angeklagt, und der Kopf des Unternehmens, Jeffrey Skilling, erhielt 24 Jahre Haft. Dieses Ereignis hatte zur Folge, dass sich die Gesetze in USA verschärften. Es galt zu verhindern, dass jemals wieder ein Unternehmen Bilanzbetrug in diesem Ausmaß begehen kann. Im Dokumentarfilm „Enron – The Smartest Guys in the Room“ („Die schlauesten Köpfe im Raum“) wird auf eindrucksvolle Weise gezeigt, wie ein ganzes Unternehmen eine „Kultur der Unehrlichkeit“ herausbildete, in das nicht nur die obersten Führungskräfte, sondern auch viele Mitarbeiter unterer Ebenen verwickelt waren. Die Frage ist nun: Wie kann so etwas verhindert werden? Was muss die Führung eines Unternehmens tun, damit sich eine „Kultur der Ehrlichkeit“ herausbilden kann? Wie können Mitarbeiter zu ethischem Handeln motiviert werden?


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28. Februar 2010

Hermann Hesse: „Franz von Assisi“

Franz von Assisi ist eine Biographie, die Hermann Hesse über diesen berühmten Heiligen verfasst hat und die 1904 erschienen ist. Das Buch wird durch die wunderschönen Fresken von Giotto in der Kirche zu Assisi, den berühmten Sonnengesang, und die Original-Handschriften des Franz von Assisi geschmückt.

Das Werk erzählt von einem unbekannten jungen Menschen aus Umbrien, der eines Tages dem Ruf seines Gewissens folgt und in tiefer Demut beschließt, ohne weltliche Güter ein unbekümmerter Jünger des Heilands zu werden. So wird das Leben von Giovanni Bernardone geschildert, genannt St. Franziskus von Assisi, der Anfang des 13. Jahrhunderts lebte. Er wurde im Jahre 1182 als Sohn des wohlhabenden Kaufmanns Pietro Bernardone geboren. Franz warf sich mit Leidenschaft auf ein prächtig festliches Leben und schonte seines Vaters Geldbörse nicht. Bereits in diesem spielerischen, noch jugendlichen Treiben zeichnete sich bereits seine besondere Persönlichkeit ab, die sich im Leben ein Ziel setzt und diesem Ziel mit völliger Hingabe und Willensstärke folgen möchte. Hesse ist bemüht das Leben und die Wandlung von Giovanni Bernardones Leben zum Heiligen Franziskus von Assisi jenseits jedweder christlichen Dogmatik aufzuzeigen.
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16. Oktober 2009

Mark Twain: „Persönliche Erinnerungen an Jeanne d’Arc“

Samuel Langhorne Clemens, besser bekannt als Mark Twain, schrieb über 10 Jahre an diesen „Personal Recollections of Joan of Arc“, und er selbst bezeichnete es anschließend als sein wichtigstes Werk. Warum? Im nachfolgenden wird versucht eine Antwort auf diese Frage zu geben.

Sein Werk wurde ursprünglich ab 1895 im Harper’s Magazine im Rahmen einer Reihe und in 1896 erstmals in Buchform veröffentlicht.

Gelungen ist Mark Twain eine sprachgewaltige, einzige große Liebeserklärung an Jeanne d’Arc, die damit von einer sehr persönlichen Auseinandersetzung mit Jeannes Geschichte, gleichzeitig aber auch von einem gründlichen Studium der Quellen zeugt.

Um die Darstellung möglichst objektiv erscheinen zu lassen, hat Mark Twain zwei fiktive Personen zwischen sich und den Leser geschaltet: den Pagen und Sekretär Jeanne d‘ Arcs, Louis de Conte, und den Übersetzer Jean Francois Aiden, der in eigenen Fußnoten zu den ’Erinnerungen’ Contes weitere Informationen hinzufügt. Die biographischen Fakten und der Ablauf der Ereignisse sind dennoch, von Nebensächlichkeiten abgesehen, authentisch; Authentisch deshalb, weil man sich vor Augen führen muss, dass der Lebenslauf von Jeanne d’Arc in einer Beziehung einmalig ist: „Es ist die Geschichte eines Menschenlebens, die unter Eid zu uns kommt, die einzige, die uns unmittelbar aus dem Zeugenstand überliefert wird.“* Die amtlichen Protokolle des Verurteilungsprozesses von 1431 sowie des ein Vierteljahrhundert späteren Rehabilitationsverfahrens sind noch im Nationalarchiv von Frankreich erhalten, und sie vermitteln uns mit erstaunlicher Breite die Umstände ihres Lebens. Kein anderer Lebenslauf jener fernen Zeit ist so sicher und so ausführlich bekannt wie der ihre.
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11. Oktober 2009

Arthur P. Ciaramicoli: „Der Empathie Faktor“

Der Autor ist niedergelassener Psychologe, der in seinem Buch sehr viel persönliche Erfahrung zusammenfasst, um dem Leser das Konzept der Empathie näher zu bringen. Zusätzlich zu seinen Erfahrungen schildert er zahlreiche Fallbeispiele aus seiner klinischen Praxis, um aufzuzeigen, wie wichtig es ist, die Empathie als treibende Kraft für ein harmonisches Leben zu wecken und im Umgang mit anderen zu pflegen. Dieses Buch richtet sich keineswegs nur an Berufskollegen, sondern an alle Menschen, die sich dafür interessieren, einen ethischeren Umgang mit ihren Mitmenschen zu pflegen und diese besser verstehen zu können.
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