2. Mai 2011

Altruismus (Teil 2)

Wie lässt sich Eigenliebe in Nächstenliebe verwandeln?

 Schritt 1: Güte

Von der Eigenliebe zur Nächstenliebe… das sind große Worte. Aber der Anfang ist im Grunde denkbar einfach: Wir sollten in uns eine positive Einstellung zu anderen Menschen entwickeln, also eine Grundorientierung, die von Wohlwollen und Hinwendung geprägt ist. Allein diese Einstellung hat bereits eine Wirkung auf andere Menschen, selbst, wenn sie nicht in Worten oder Taten sichtbar wird. So zeigen etwa Untersuchungen zum Thema Judenrettung in der Nazi-Zeit1, dass die Einstellung zu Themen wie Gerechtigkeit und Menschlichkeit das Hilfeverhalten unter natürlichen Bedingungen beeinflusst: Die Retter unterschieden sich von der Vergleichsgruppe der Nicht-Retter dadurch, dass sie mehr das Wohlwollen gegenüber bedrohten Menschen betonten, dass sie die universellen Anforderungen ethischer Regeln einforderten und persönliche Verantwortung und Verpflichtungsgefühle zum Ausdruck brachten. Sie zeigten somit insgesamt eine höhere „soziale Verantwortung“, wie die Psychologie es definiert.


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2. April 2011

Altruismus (Teil 1)

Was bedeutet das für uns: „Den Nächsten lieben wie sich selbst“?

Es gibt ein Gebot, das in den drei Religionen, die von Abraham abstammen, eine zentrale Rolle spielt: Das Gebot der Nächstenliebe. So heißt es etwa im zweiten Kapitel des Philipper Briefs: „Jeder achte nicht nur auf das eigene Wohl, sondern auch auf das der anderen.“ Damit ist die Aufforderung verknüpft, nicht nur an die eigenen Bedürfnisse zu denken, sondern über den Tellerrand hinaus zu blicken, das Wohl der Mitmenschen im Auge und für deren Nöte und Sorgen ein offenes Ohr zu haben. Auch finden wir bei Mohammed, dem Propheten des Islam, den Satz: „Niemand von Euch hat den Glauben erlangt, solange er nicht für seine Brüder liebt, was er für sich selbst liebt.“1 In beiden Aussprüchen erkennen wir die Goldene Regel, die jenseits von Konfessionen allgemeine Gültigkeit besitzt: Dass wir für andere wünschen, was wir für uns selbst wünschen, und von anderen fernhalten, was wir selbst nicht für uns möchten. Bemerkenswert ist auch, dass es aus theologischer Sicht eine enge Verknüpfung zwischen Gottes- und Nächstenliebe gibt: „Was Ihr dem geringsten meiner Brüder getan habt, das habt Ihr mir getan.“2 Für den Gläubigen bedeutet dies, dass er dem Schöpfer nicht nur auf direktem Wege nahekommen kann, sondern auch durch andere Menschen: „Verborgen im Herz eines jeden Menschen sitzt ein göttlicher Partikel: die Herzen anderer anzuziehen, bedeutet also, die göttliche Gnade anzuziehen.“3


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26. Februar 2011

Die Goldene Regel

Eine „goldene“ Regel? Wenn etwas mit „golden“ assoziiert wird, dann doch deshalb, weil es für uns einen hohen Wert besitzt. Was also ist der Wert dieser Regel? Was bedeutet sie im Kontext ethischen Handelns? Der folgende Beitrag will kurz den Ursprüngen des Begriffs nachgehen, einen Hinweis auf dessen wahre Bedeutung geben und schließlich die konkreten Auswirkungen sowie die unschätzbare Nützlichkeit dieses Grundsatzes der praktischen Ethik erläutern:

Behandle andere so, wie du von ihnen behandelt werden möchtest.


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20. Januar 2011

Über die Macht der Emotionen

Über die Macht der Emotionen von Francois Lelord und Christophe André

Was macht einen Menschen aus? Worüber definieren wir uns? Über unsere Gefühle! Aber Emotionen wie Liebe, Zorn oder Angst scheinen all unser Wissen, unsere sozialen Erfahrungen bisweilen Lügen zu strafen: Sie stürzen uns in Verzweiflung oder versetzen uns in Ekstase, begleiten oder verstärken unsere Erfolge und Niederlagen. Manchmal fühlt man sich seinen Emotionen fast schon schutzlos ausgeliefert, da sie unsere Wahrnehmung und unser Urteilsvermögen überschatten. Gleichzeitig können wir unsere Gefühle oft nicht eindeutig zuordnen, geschweige denn einschätzen, ob die Emotion, die wir in dem Moment empfinden, der Situation angemessen ist, oder nicht. Wir neigen dazu, etwas, nur weil wir es gerade so empfinden, als gegeben hinzunehmen – ohne uns zu hinterfragen oder vertieft zu analysieren.


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21. Dezember 2010

Ganz Mensch werden: Gedanken zu Advent und Weihnachten

Ganz Mensch werden: Gedanken zu Advent und Weihnachten von Margot Käßmann

In diesem kleinen Büchlein schreibt Ex-Bischöfin und ehemalige Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Margot Käßmann, über das Geheimnis der Advents- und Weihnachtszeit. Die Autorin geht auf Emotionen und Gedanken ein, die viele Menschen in dieser Jahreszeit erleben, wie Perfektionsdruck, Erwartungen, Erinnerungen an glückliche oder auch weniger glückliche vergangene Weihnachten. Es ist auch eine Zeit, die viele von uns nutzen,  um Bilanz über den bisherigen Verlauf ihres Lebens zu ziehen und so kommt so manch einer leicht ins Grübeln…


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10. November 2010

365 Tage mit Dale Carnegie

Dale Carnegie ist den meisten Menschen wohl aus seinen zwei Büchern ‚Sorge dich nicht, lebe!’ und ‚Wie man Freunde gewinnt’ bekannt. Beide Werke sind seit Jahrzehnten Bestseller und haben an Aktualität nichts eingebüßt. Carnegies Stärke besteht darin, dass er sich wunderbar in die Ängste, Sorgen und Nöte der Menschen einfühlen kann (er hat dazu selbst Untersuchungen durchgeführt). Diesen fundamentalen emotionalen Erfahrungen, mit denen jeder von uns zu kämpfen hat, stellt er Mittel und Möglichkeiten gegenüber, um mit negativen Gefühlen besser zurechtzukommen und sich selbst den Weg zu einem glücklicheren und sorgenfreieren Leben zu ebnen.


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