29. Juni 2011

Neid (Teil 2): Therapie und Linderung

Wie kann man innerlich gegen Neidgefühle ankämpfen?

Wie heißt das Sprichwort so schön? Selbsterkenntnis ist der erste Weg zur Besserung. Wie gesagt, es ist schon viel erreicht, wenn man sich bewusst wird, dass man neidisch ist oder welche Personen vor allem Neid in uns auslösen. Deshalb haben wir im ersten Teil des Beitrags zum Thema Neid (Teil 1): Entstehungsgründe und Symptome ausführlich behandelt, wie Neid entsteht, was die verschiedenen Intensitätsstufen von Neid bis hin zur Missgunst sind und wie man Neidgefühle in sich erkennen kann.
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30. Mai 2011

Neid (Teil 1): Entstehungsgründe und Symptome

Neidisch? Sind immer nur die Anderen!

Martin und Andrea kennen sich schon seit der Schulzeit. Andrea hatte von jeher ein natürliches Gespür, mit Menschen umzugehen. Sie war überall beliebt, was sich auch darin zeigte, dass sie über Jahre das Amt der Klassensprecherin innehatte. Martin hat darunter stets gelitten, ohne es sich einzugestehen: Er selbst ist eher schüchtern und zurückhaltend und hat nur einen einzigen wirklich guten Freund, außerhalb der Schule, in der Nachbarschaft.
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16. Mai 2011

Mit Podcast die Lebenskunst der Stoa entdecken

Wenn wir von neuen Medien hören, wie Social Networks, Podcasts oder Blogs, verknüpfen wir das oft mit dem Missbrauch persönlicher Daten oder Zurschaustellung der Privatsphäre. Das ist aber nur die eine Seite der Medaille! Wie so oft sind neue Methoden, ob in der Wirtschaft, Medizin oder Technik, nicht nur von Risiken, sondern auch von Chancen und der Möglichkeit auf Steigerung der Lebensqualität begleitet. Neue Medien lassen in vielen Fällen labyrinthartige Landschaften entstehen, wo Wissensschätze nur darauf warten, entdeckt zu werden.
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2. Mai 2011

Altruismus (Teil 2)

Wie lässt sich Eigenliebe in Nächstenliebe verwandeln?

 Schritt 1: Güte

Von der Eigenliebe zur Nächstenliebe… das sind große Worte. Aber der Anfang ist im Grunde denkbar einfach: Wir sollten in uns eine positive Einstellung zu anderen Menschen entwickeln, also eine Grundorientierung, die von Wohlwollen und Hinwendung geprägt ist. Allein diese Einstellung hat bereits eine Wirkung auf andere Menschen, selbst, wenn sie nicht in Worten oder Taten sichtbar wird. So zeigen etwa Untersuchungen zum Thema Judenrettung in der Nazi-Zeit1, dass die Einstellung zu Themen wie Gerechtigkeit und Menschlichkeit das Hilfeverhalten unter natürlichen Bedingungen beeinflusst: Die Retter unterschieden sich von der Vergleichsgruppe der Nicht-Retter dadurch, dass sie mehr das Wohlwollen gegenüber bedrohten Menschen betonten, dass sie die universellen Anforderungen ethischer Regeln einforderten und persönliche Verantwortung und Verpflichtungsgefühle zum Ausdruck brachten. Sie zeigten somit insgesamt eine höhere „soziale Verantwortung“, wie die Psychologie es definiert.


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2. April 2011

Altruismus (Teil 1)

Was bedeutet das für uns: „Den Nächsten lieben wie sich selbst“?

Es gibt ein Gebot, das in den drei Religionen, die von Abraham abstammen, eine zentrale Rolle spielt: Das Gebot der Nächstenliebe. So heißt es etwa im zweiten Kapitel des Philipper Briefs: „Jeder achte nicht nur auf das eigene Wohl, sondern auch auf das der anderen.“ Damit ist die Aufforderung verknüpft, nicht nur an die eigenen Bedürfnisse zu denken, sondern über den Tellerrand hinaus zu blicken, das Wohl der Mitmenschen im Auge und für deren Nöte und Sorgen ein offenes Ohr zu haben. Auch finden wir bei Mohammed, dem Propheten des Islam, den Satz: „Niemand von Euch hat den Glauben erlangt, solange er nicht für seine Brüder liebt, was er für sich selbst liebt.“1 In beiden Aussprüchen erkennen wir die Goldene Regel, die jenseits von Konfessionen allgemeine Gültigkeit besitzt: Dass wir für andere wünschen, was wir für uns selbst wünschen, und von anderen fernhalten, was wir selbst nicht für uns möchten. Bemerkenswert ist auch, dass es aus theologischer Sicht eine enge Verknüpfung zwischen Gottes- und Nächstenliebe gibt: „Was Ihr dem geringsten meiner Brüder getan habt, das habt Ihr mir getan.“2 Für den Gläubigen bedeutet dies, dass er dem Schöpfer nicht nur auf direktem Wege nahekommen kann, sondern auch durch andere Menschen: „Verborgen im Herz eines jeden Menschen sitzt ein göttlicher Partikel: die Herzen anderer anzuziehen, bedeutet also, die göttliche Gnade anzuziehen.“3


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26. Februar 2011

Die Goldene Regel

Eine „goldene“ Regel? Wenn etwas mit „golden“ assoziiert wird, dann doch deshalb, weil es für uns einen hohen Wert besitzt. Was also ist der Wert dieser Regel? Was bedeutet sie im Kontext ethischen Handelns? Der folgende Beitrag will kurz den Ursprüngen des Begriffs nachgehen, einen Hinweis auf dessen wahre Bedeutung geben und schließlich die konkreten Auswirkungen sowie die unschätzbare Nützlichkeit dieses Grundsatzes der praktischen Ethik erläutern:

Behandle andere so, wie du von ihnen behandelt werden möchtest.


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