17. Januar 2014

Der Mensch – von Natur aus moralisch?

Ist der Mensch von Natur aus moralisch? Auf der Suche nach Autoren, die diese Frage auf empirische Art und Weise beantworten, bin ich bei Dan Ariely fündig geworden. Ariely ist Professor für Psychologie und Verhaltensökonomie an der Duke Universität in USA. Mit seinem Buch The (honest) Truth about Dishonesty (deutsch: Die halbe Wahrheit ist die beste Lüge. Wie wir andere täuschen – und uns selbst am meisten) hat er diese Frage auf sehr findige Art und Weise beantwortet, indem er Gruppen von Testpersonen in unterschiedlichen Verhaltensexperimenten auf ihre „Ehrlichkeit“ hin teste.
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19. November 2013

Das kleine Glück – wie Dankbarkeit unser Leben verändern kann (Teil 2)

Ich bin 42 Jahre alt und habe den Frühling noch nie genossen wie dieses Jahr. Es war mir, als hätte ich all diese Pracht zum ersten Mal gesehen: Das Rosa der Zierkirschen hatte noch nie so geleuchtet, das Grün des Winterweizens erschien mir robuster als je zuvor, Tulpen hatten Farbkombinationen, die mir ganz neu kreiert vorkamen: Tiefes Violett, zartes Vanillegelb und dazwischen Papageientulpen in den kräftigsten Rot- und Orangetönen.
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11. September 2013

Das kleine Glück – wie Dankbarkeit unser Leben verändern kann (Teil 1)

Einer meiner besten Freunde ist ein sehr dankbarer und zufriedener Mensch. Dankbar in einer Weise, die mir persönlich unerreichbar scheint. Das liegt daran, dass sich seine Dankbarkeit auf Dinge bezieht, die wohl die meisten von uns als größte Selbstverständlichkeit betrachten – wie morgens mit heißem Wasser duschen zu können –, oder auf Dinge, die die meisten von uns wohl kaum begrüßen würden ­– wie ein gebrochenes Bein (das ihm in einem besonders hektischen Abschnitt seines Lebens viel Ruhe bescherte).
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27. Februar 2013

KonTEXT – Studentisches Leseprojekt der Hochschule München zur Förderung straffälliger junger Menschen

Sie sind jung, manche gerade erst 14 Jahre alt, und machen sich bereits auf den Weg zur Hochschule München. Sie tun das allerdings nicht freiwillig, sondern weil sie von einem Jugendgericht zur Teilnahme an einem Leseprojekt verpflichtet wurden, das Studierende der Hochschule – unterstützt von einer Professorin der Sozialwissenschaften, Frau Dr. Caroline Steindorff-Classen – für straffällige junge Menschen entwickelt haben.
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28. Januar 2013

Vom Wald und den Bäumen in der heutigen Leistungsgesellschaft – oder wie beuge ich dem „Burn-out“ vor?

Die bekannte Redewendung „den Wald vor lauter Bäumen nicht sehen“ will im Arbeitskontext sagen, dass man nur noch eine unüberschaubare Vielzahl von „To Do‘s“ sieht, aber den Überblick über das Ganze, insbesondere die eigentlichen Prioritäten verloren hat. Das ist es unter anderem, was dazu führen kann, dass man schlicht „ausbrennt“. Wie lässt sich aber nun mit der Masse der Bäume umgehen und der Wald so lichten, ohne einen Burn-out zu riskieren?
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27. November 2012

Die Goldene Regel aus dem Blickwinkel der Philosophie: Zu Schopenhauers Mitleidsethik

Die Aufgabe der Philosophie ist nichts Geringeres als die Welt zu erklären. Dass dies eine bis dato unvollendete Herkulesaufgabe gewesen ist – und sich mit ziemlicher Sicherheit daran auch in Zukunft nichts ändern wird – scheint die vielen Denker und Philosophen bis heute jedenfalls nicht davon abzuhalten, sich mit den Grundfragen der Menschheit zu beschäftigen. „Daß ich erkenne, was die Welt im Innersten zusammenhält (…)“ (1) scheint das erklärte Ziel der „traurigen Wissenschaft“ zu sein.
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